Strategien zur Senkung vorzeitiger Todesfälle bis zum Jahr 2030 auf der Grundlage nationaler Mortalitätsstatistiken
Sinkt die Sterblichkeitsrate weltweit so weiter wie in den letzten Jahren, dann könnte im Jahr 2030 eine Verringerung der vorzeitigen Todesfälle um 40 % erreicht werden – vorausgesetzt, Kriege und Epidemien bleiben aus. Mit dieser optimistischen Modellrechnung unterstützen norwegische Wissenschaftler gegenwärtige Anstrengungen der UN, für die internationale Entwicklungspolitik im Zeitraum zwischen 2016 – 2030 strategisch nachhaltige Ziele (Sustainable Development Goals, SDG) zu definieren. Aus der Sicht der Wissenschaftler sei das 40-Prozent-Ziel in allen Ländern erreichbar, nur auf unterschiedlichen Wegen und mit wechselnden Prioritäten. Die länderspezifischen Empfehlungen für die künftige Gesundheitspolitik sind abgeleitet aus nationalen Sterberaten, die je nach dafür in Betracht gezogenen tödlichen Erkrankungen und Verletzungsarten sowie deren Risikofaktoren in unterschiedlichen Altersgruppen und Einkommensverhältnissen variieren.